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MT Hennigs Bilderwelten oszillieren zwischen transzendentaler Expressivität und trashigem Neo-
Realismus. Die Ambivalenz zwischen Realitätsabbild und esotherischen, spirituellen Vorstellungswelten ist
grundlegendes Spannungsmoment in MT Hennigs Kunst.
Anngret Gerleit (Focus)
VITA:
1970 geboren und aufgewachsen in Rosenheim, Bayern.
1987 begann seine künstlerische Laufbahn mit einer mehrwöchigen Reise nach Ibiza, die sein Leben nachhaltig veränderte. Tief inspiriert von der Freiheit der Künstler-, Musik- u. Hippie- Aussteigerkultur fing er an seine eigene Lebens- und Arbeitsphilosophie zu entwickeln.
Fortan begann er sich für Kunst und Malerei zu interessieren. Zunächst für Superheros aus amerikanischer Comic-Strips (Comic-Art, Pop-Art) die er unermüdlich abzeichnete, später für Warhol, Keith Haring, Spraydosen und Graffiti.
Schon bald erweiterte er sein Themenspektrum, machte Superman und Co.
Protagonisten seiner eigenen Innenwelt Platz.
1995 entdeckte MTHennig, der mit der Ostpreussischen Malerin KÄTHE RUPPEL (1886-1969) verwandt ist, seine Leidenschaft für die
Malerei und arbeitete zunächst als Autodidakt.
1998 zog er nach München und ging unverzüglich zu Münchner Malern ins Atelier. Wöchentlich. Besonders hervorzuheben aus dieser Zeit sind Gershom von Schwarze und Silvia Götz. Seine Bewerbung an der Münchner Akademie der Bildenden Künste bei dem Maler Markus Oehlen wurde 2002 abgelehnt.
Diese Lehrjahre gipfelten in seiner ersten Ausstellung in der
KULTURSCHMIEDE SENDLING:
2004 REFLEX-ION
2005-2006 weitere wichtige Lehrer in diesem Lebensabschnitt waren:
Otto von Kotzebue, Annegret Poschlep und der viel zu frühverstorbene Malerfreund,
3D-Farbschütter, Sänger, Songwriter u. Gitarrist Kurt Iwanschütz. MTH arbeitet seither bevorzugt in dem 3D-Farb-Medium und entwickelte immer mehr seinen eigene malerische Handschrift, die 2007 im der Ausstellung in der Galerie 139 seinen Ausdruck fand:
2007 PSYCHEDELIC - Psychedelonische Malerei
Zu seinen künstlerischen Vorbildern zählen Maler wie LeRoy Neiman, H.R.Giger,
Max Ernst, Otto Dix, Ernst Ludwig Kirchner, Francis Bacon die Surrealisten, die Expressionisten und die italienischen Futuristen.
Hennig ist Reise-Freak. Zusammen mit seiner Frau Beate Dresel (Marketing Communication Managerin), erforscht er mit Vorliebe prähistorische Kulturen und durchstreift regelmäßig pulsierende Metropolen.
Er ist bekennender Anhänger von Udo Lindenberg, Pink Floyd, Alan Parsons Projekt, John Lennon, Espresso und Käsekuchen. Er ist Buddhist macht Yoga, Lu-Jong und Transzendentale Meditation. Er ist politisch in der Bürgerrechtbewegung als Revisionist und Freiheitskämpfer engagiert.
2009 Künstlergruppe - Cyanblauer Reiter
Hennig ist Gründungsmitglied der "Künstlergruppe "Cyanblauer Reiter"
(Manifest hier>>) die er 2009 mit Kurt Iwanschütz und dem Schmuckdesigner und Bildhauer Frank Siekmann ins Leben rief.
Diese Phase erreichte mit der Ausstellung KATHEDRALEN, 2011 ihren Höhepunkt.
Die Ausstellung war ein grosser Erfolg. Die 3D Malerei war geboren. Das Publikum betrachtete die Arbeiten mit 3D-Brillen. Dies führte zu der Folgeausstellung im
Konzeptstore Le Coup direkt am Prominadenplatz. Mittlerweile hängen MT Hennigs Kathedralen im Palais Lerchenfeld in der Münchner Innenstadt.
2011 gründete er mit der abstrakten Malerin Tamiko Braun und dem Expressionisten Donald Bodhieine Ateliergemeinschaft in München Thalkirchen.
Diese intensive und produktive Zeit führte zu der Ausstellung:
2013 MENSCH IM ALL
...in der er sich ganz dem Thema RAUMFAHRT, bzw. dem spirituellem Aspekt der Raumfahrt widmete. Dieser Bilderzyklus wurde im Nachklang bereits bei einem Kongress zu Ehren des Raumfahrtpioniers Krafft-Ehricke ausgestellt.
Erfindung des 3D-Fluid Malmittel - PATENTIERT
>>>(Hersteller gesucht!)
2014 erhielt er das Patent für die, von dem verstorbenen Künstlerfreund Kurt Iwanschütz entdeckten 3D-Fluid Malmittel.
Die epochale Erfindung der 3D-Malerei ermöglicht eine phänomenale Tiefenwirkung, die, wenn man die Werke mit 3D-Brille betrachtet einen unvergesslichen dreidimensionalen Eindruck hinterlässt.
2016 Superfluid Violett ULTRA (SVU)
inzwischen firmierte er die Künstlergruppe um, in die Gruppe
Superfluid Violett ULTRA (SVU). Sie besteht aus Künstlern
wie Bildhauer u. Galeristen, Tilmann Krumrey (Athen) und dem
spirituellen Künstler Karl Albert (München, Schwabing) und wurde durch die Systemkritischen Maler Martin Franke
(Unna, Dortmund) u. Klaus Stein (Reicherskreuz)
weiter ausgebaut.
Superfluid Violett ULTRA versteht sich als zeitgenössische Künstlergruppe, die wieder Kunst machen will, die politisch, spirituell und bewusstseinserweiternd wirkt. Manifest >>>
2017 präsentierte er sein Monumental-Werk
"System Failure" in der Orangerie, München
mit den gigantischen Ausmaßen von 12 x 2, 8 Meter (33,6qm) ist es rund 6qm grösser als Picassos Guernica (27,11qm) In der darauf folgenden Woche integrierte er die erste Gemeinschaftsausstellung der "Superfluid Violett ULTRA die einen Wendepunkt
in der Zeitgenössischen Kunst der Epoche markierte.
2018 Galerie MINIMA, Mykonos präsentiert drei grossformatige Arbeiten.
2018 Galerie Himmel & Himmel Artspace & Goldberg Studios, München präsentieren MT Hennigs in einer Soloexhibition sein Großwerk "System Failure" und neue Arbeiten.
2018 Ausflug der Künstlergruppe SVU nach WIEN
2018 Galerie Himmel & Himmel Artspace präsentieren in der Gruppenausstellung "NOTHING IS REAL" weitere Arbeiten
2019 MT HENNIG RETROSPEKTIVE 1999-2019, ORANGERIE MÜNCHEN
2021 Ein Meilenstein in MTHs Entwicklung ist die Konzeptausstellung "Hommage an König Ludwig den II. von Bayern" im Marstall Schloß Berg am Starnberger See. Mit seinem Großwerk "König Ludwig II. / Satisfaktion" und 13 weiteren König Ludwig II. -Arbeiten u. zeitgenössischen Portraits, setzte sich MT Hennig mit dem "Künstler-Künig" bzw. " dem König der Künstler war tief auseinander. Auf seinem Großwerk schuf er etwas einmaliges: Er setze Ludwig den II. auf seinen Pfrauenthron (!)umgeben von düsteren Gestalten und im Hintergrund Berge die mit der Unendlichkeit des Universums verschmelzen.
2022 Fand im Marstall in Schloss Berg dann die Ausstellung seiner Künstlergruppe "Superfluid Violett Ultra" statt "Feldzug der Kunst III"
Es war eine phantastische Ausstellung die zu viel Furore und Kontroversen in der Presse führte. Karl Alberts Kunst, Tilmann Krumreys Skulpturen und Gemälde, Martin Frankes groteske u. phantastisch Gemälde und der Gaststar und regional bekannte Bildhauer Leonhard Schlögel erschafften in dem Saal eine Ausstellung, die in Ihrer Qualität neue Maßstäbe setzte! und neue Wege der Kunst aufzeigt, evtl. sogar das erklärte Ziel der Künstlergruppe eine neue Kunstepoche einläutet.
2023 im Januar stellte MT Hennig sein bisher grösstes 6 x 4,8m Werk in der wunderbaren Münchener Orangerie aus. "SUPERHEROES". Zusammen mit der berühmten Starnberger Künstlerin und Theater-Perfomance Künstlerin Margrit Hefft-Michel, die Ihre Retrospektive ausstellte und eine auf der Vernissage Ihre Theaterperformance "Die blaue Maske" präsentierte.
Hennigs Großwerk hing während der Eröffnungsreden (Laudatio hielt Thomas Schmelzer Moderator, Filmemacher und Gründer von dem sprituellen Kanal "Mystics TV".) und der Performance mit schwarzen Tuch verhüllt in seinem ganzen Ausmaß mittig in dem riesigen Raum. Nach Hennigs üblichen musikalischen Einleitung vom Band (Pink Floyd, Alan Parsons Projekt und Devo) wurde das Werk enthüllt. Dies führte zu einer Begeisterung, Jauchzen u. Juchzen die sich den ganzen Abend zog!
MTH´s "SUPERHEROS" kam sehr stark an. Seine geniale Idee ein Deckengemälde zeitgenössisch mit Superhelden statt mit Engeln und Heiligen zu bemalen und damit eine Hommage an seine verehrten Comickünstler zu erschaffen, die in seiner Ansprache gewürdigt wurden, wurde vom Publikum mit Begeisterung aufgenommen.
2023 im November kam die Ausstellung "A Journey into 3D-Painting" im wunderbaren 250qm grossen 5m hohen Räumen des Autobauers LYNK & Co. am Viktualienmarkt! Hier kam es zu einer art Retrospektive oder Best of MT HENNIG bei der aber auch ein neues Werk im Mittelpunkt stand. Es war mit 220 x 220cm sein neuestes Gemälde "Armageddon" und sein 200x200 Werk "Timewarp" das ebenfalls noch nie ausgestellt wurde.
2024 Die Konzeptausstellung: "LAND DER DICHTER UND DENKER" war eine Hommage an die grossen deutschen Geister sowie eine Reminiszenz an die Pop-Art-Maler die Hennig mit den zeitgenössischen Portaits seiner verehrten Exzellenzen der Aufklärung und der (künstlerischen) FREIHEIT. In seiner Rede hebte der MTH hervor, das wir die "relative" Freiheit in der wir leben den grossen "Rebellen und Querdenkern zu verdanken haben! Sein Großwerk (4,4 x 2,7m) dass unter grossem Beifall enthüllt wurde, geht noch tiefer auf die Herkunftsgeschichte ein und zeigt eine zeitgenössische Version von "Yggdrasil" der Weltenesche. Es ist MTHs Versuch die spirituelle Ebene und den seelischen Wachstumsprozess des Individuums sowie der Gesellschaft wieder ins allgemeine Bewusstsein zurückzuholen.
Annegret Geriet
Ausstellungen:
2004 REFLEXION - KULTURSCHMIEDE SENDLING
2007 PSYCHEDELIC - GALERIE 139
2011 KATHEDRALEN - ORANGERIE
2012 KATHEDRALEN - LE COUP KONZEPT-STORE
2013 MENSCH IM ALL - ORANGERIE
2015 WORKS - M45 ARTSPACE
2017 INSTALLATION (SVU) "GOLDENER KÄFIG" KUNSTAREALFEST PINAKOTHEK DER MODERNE, MÜNCHEN
2017 SYSTEM FAILURE - ORANGERIE
2017 FELDZUG DER KUNST SUPERFLUID VIOLETT ULTRA, ORANGERIE MÜNCHEN
2018 SYSTEM FAILURE/NEW WORKS - GALERIE HIMMEL UND HIMMEL/GOLDBERG STUDIOS
2018 NOTHING IS REAL, HIMMEL U. HIMMEL, MÜNCHEN
2018 GALERIE HIMMEL UND HIMMEL ARTSPACE, MÜNCHEN, SOLOEXHIBITION
2018 GALERIE MINIMA MYKONOS TOWN
2019 FELDZUG DER KUNST II, GALERIE HIMMEL U. HIMMEL, MÜNCHEN
2019 MT HENNIG - RETROSPEKTIVE 1999-2019, ORANGERIE MÜNCHEN
2021 HOMMAGE AN KÖNIG LUDWIG DEN II. - MARSTALL SCHLOSS BERG, BERG
2022 FELDZUGE DER KUNST III. - SUPERFLUID VIOLETT ULTRA, SCHLOSS BERG
2023 SUPERHEROES, ORANGERIE MÜNCHEN
2023 A JOURNEY INTO 3D-PAINTING, LYNK & CO. MÜNCHEN
2024 LAND DER DICHTER U. DENKER, LYNK & CO. MÜNCHEN
2025 FELDZUG DER KUNST, SUPERFLUID VIOLETT ULTRA, KUNSTVEREIN SOEST
2025 FELDZUG DER KUNST, SUPERFLIUD VIOLETT ULTRA, FLASH FOR FANTASIE, ORGANGERIE, MÜNCHEN
Kurz-Biografie:
MT Hennig:
Der mystische Maler
MT Hennig wuchs am Stadtrand von Rosenheim, in Bayern, auf. Umgeben von Seen und Bergen im romantischen Voralpenland in einem Haus am Stadtrand mit verwilderten Garten. Die Eltern waren Anfang der 70er Jahre noch in den Twens, waren Hippiemäßig drauf, so war meine Erziehung sehr frei, die Musik zumeist lief laut. Elvis, Beatles, Simon & Garfunkel, Leonhard Cohen und Udo Lindenberg klangen den ganzen Tag bis hinaus ins Grün. Rock n Roll.
So lernte er früh: Wirklichkeit ist nicht nur still und brav, nicht ordentlich, nicht angepasst, nicht grau in grau. Wirklichkeit rauscht, darf wild sein, unangepasst und darf mit Phantasie angereichert werden.
In diesem Garten begann seine erste Kunstschule. Nicht mit Professoren, sondern mit Freiheit, Moos, Schatten, Geräuschen, Gerüchen, alten Waldenergien. Zwischen Bäumen, Blumenwiesen und geheimen Verstecken entwickelte sich eine Wahrnehmung, die später sein ganzes Werk bestimmen sollte: Alles Sichtbare hat ein geheimnisvolles Innenleben. Jede Oberfläche ist eine Portal, das noch nicht geöffnet wurde. Dann kamen die Superhelden. Für andere waren es bloß Comics, für ihn waren es moderne Heiligenbilder. Superman, kosmische Kämpfer, Maskierte, Mutanten, Retter und Gefallene: Wesen zwischen Mensch und Gott, zwischen Alltag und Mythos.
MT Hennig zeichnete sie nicht nur ab. Er studierte sie wie Ikonen einer neuen Zeit. Die Kathedralen des Mittelalters hatten Heilige, die Nachkriegsmoderne hatte Superhelden. So entstand früh sein eigener Bildkosmos: Popkultur als Mythologie, Farbe als Energie, Wahrheit. Durchschauen der Masken und Kulissen. Psychedelische Phantasie.
So wie es ich es später in sein meinem von 2022 bis 2023 entstandenen Monumentalwerk„ Superheroes“ 6,5 x 4,8m als Deckengemälde realisiert habe
Als Jugendlicher wechselte die Frequenz. Die 80er Jahre; Deutsche Welle, New Wave, nahmen mich voll mit. Graffiti, Spraydosen, die Straße. Ausserdem war er in dieser Zeit total geflasht von Salvatore Dali!
Die Musik wurde kälter, elektrischer, nervöser. Die Mauer wurde zur Leinwand. Wer sprüht, bittet nicht um Erlaubnis. Hier begann meine Rebellion, die später in meinen großen Bildern wiederkehrt: Kunst als Angriff auf die vorgegaukelte angeblich tauge Realität der grauen Working-Class-Hero Mentalität , die traurige Kulisse, die für Ihn nur als Surrealist zu ertragen war.
1987 kam Ibiza. Nicht als Reise, sondern als endgültiger Riss im alten Weltbild. Hennig begegnete dort der Hippie-, Musik- und Aussteigerkultur, Menschen, die anders lebten. Hippiemärkte, Musik, die Körper und Bewusstsein öffnete. Nächte in Open-Air-Discothequen, in denen Freiheit nicht Theorie war, sondern Luft, Haut, Rhythmus, Horizont. Lebens- Liebes- und Drogenrausch, wurde sein erstes großes Erwachen. Sex and Drugs & Rock n Roll. Freiheit!
Danach war klar: Ein normales Leben kam nicht mehr infrage. Was tun? Aussteigen bevor man eingestiegen ist? Von was soll man Leben, wenn man den 9 to 5 Alptraum nicht mitmachen will?
Nach Irrfahrten ins Geldverdienen, wie drei Jahre Ausbildung als "Oberflächenveredeler / Galvanisieur" war er dann im Außendienst unterwegs. Das Homeoffice war seine Lösung! Von da an wurde die Welt sein Initiationsweg. Neben der aufs mögliche Minimum reduzierten Arbeitszeit, wurde er von nun an Kunst- und Reisefreak!
Zusammen mit seiner Lebensgefährtin und heutigen Frau Beate Dresel, (Marketing-Managerin) bereiste er: Frankreich, Griechenland: Athen, Akropolis, Naxos, IOS, Paros, Santorini, Ikaria, Kreta, Korfu,Marokko: Tanger, Fès, Marrakesch, Meknès und Rabat, Casablanca, Sizilien, Vulcano, Stromboli,, Rom, Neapel, Pompeii, Kenia: Safari in der Masai Mara, Mombassa, Nairobi, Südafrika: Krügerpark, Johannisburg, Kapstadt, Gardenroute, Port Elisabeth, Durban, New York, Kalifornien: San Francisco, L.A., Las Vegas, Mexiko: Teotihuacán, Uxmal, Palenque, Chichén Itzá, Tulum, Akapulco, Thailand: Bangkok, Changmai, Phuket, Ägypten, Pyramiden von Gizeh & Sphinx, Tal der Könige, Karnak- & Luxor-Tempel, Abu Simbel, Hatschepsut-Tempel, Grand Egyptian Museum (GEM), Ägyptisches Museum Kairo, Khan el-Khalili Basar, Philae-Tempel, Myanmar, Sri Lanka, Vietnam, Kambodscha: Ankor Wat, Russland: Moskau, Sankt Petersburg, Dreifaltigkeitskloster von Sergijew Possad, das als das spirituelle Herz der russisch-orthodoxen Kirche gilt, mehrmals Paris, London, Berlin, Madrid, Barcelona, Lissabon, Budapest, Prag, Wien, Amsterdam, Stockholm, Venedig, Biennale und immer wieder Ibiza, um nur einiges zu nennen.
Städte, Wüsten, Vulkane, Küsten, Inseln,Tempel, Märkte, Metropolen. Er reiste, um Zeichen zu finden. The missing link. Jede Kulturreise war Inspiration und öffnete wieder andere Kammern in seinem spirituellen Bewusstsein. Besonders Indien wurde zu einem Epzentrum der Erkenntnis. Drei Kultur-Rundreisen,, Nordindien: Delhi - Jaipur - Agra - Khajuraho - Varanasi - Kathmandu - Chitwan - Pokhara - Nepal, Himalaya, Südindien: Chennai, Mahabalipuram, Kanchipuram, Thanjavur, Madurai, Trichy, Chidambaram, Chettinad, Puducherry, Kochi, Trivandrum, Alleppey, Munnar, Mysuru, Hampi, Bengaluru, Kochi.
Auf diesem Pfad begegneten Ihm: Palmblatt-Bibliothek, tiefe Einblicke in die Akasha-Chronik, Ayurveda-Kuren, Yoga-Meditation-Ashram’s. Dort begegnete ihm die Zeit nicht mehr als Kalender, sondern als Schicksalsgewebe. Synchronizität. Karma. Leben erschien nicht linear, sondern als eine Schrift, die schon geschrieben steht und doch immer neu gelesen wird.
Reinkarnation, Buddha, Bhagwan, Maharishi, Transzendentale Meditation. Aber auch Science Fiction-Autoren: Phillip K. Dick, W.D. Rohr, Hubbard, Robert A. Wilson, Orwell, Huxley, aber auch Erich Fromm, Hermann Hesse, waren seine ständige Inspiration auf seine Suche.
Aus diesen Erfahrungen entstand eine zentrale Spannung seines Werks: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft liegen nicht hintereinander, sondern übereinander wie transzendentale Dias.
So wurde aus dem Reisenden ein Bildmagier. Prähistorische Tempel, Kathedralen und spirituelle Orte wurden zu „inner Landscape’s.“ die er mit Pop-Art und Psychedelischer Kunst und der Leipziger Schule verbindet. Hennig verstand: Die großen Kulturen bauten keine Gebäude, sie bauten Bewusstseinsmaschinen. Tempel sind Portale. Kathedralen sind Energie- Frequenzstrukturen. Pyramiden sind Initiationstätten. Höhlenmalereien sind Überliefertes Wissen. Genau diese Ideen wanderten in seine Malerei. Seine Bilder sollten nicht einfach nur angeschaut werden. Sie wollten zu mehr Bewusstheit führen.
Als er 1995 endgültig zur Malerei fand, begann er nicht bei null. In ihm lagen bereits die Kindheit im verwunschenen Garten seines Elternhauses, die Superhelden- Comics, der Sound von New Wave, die besprühten Mauern der Sprayerzeit, Ibiza, Indien, die Tempel, die Kathedralen, die Vulkane, die Metropolen. Die Leinwand wurde zur Sammelstelle all dieser Energien.
Ab 1998 suchte er in Münchner Ateliers, Mal-Lehrer, Gegenüber deren Gemälde ihm gefielen. Gershom von Schwarze wurde sein wichtigster Mentor aber auch Silvia Götz, Kurt Ivanschütz, Annegret Poschlep waren von 1998-2008 seine maßgeblichen Lehrmeister.
Doch sein eigentliches Studium hatte längst begonnen: draußen, immer unterwegs sein, zwischen Welt und Vision. Die Ablehnung durch die Münchner Akademie der Künste 2001 durch den Maler Markus Oehlen war ein Rückschlag, wurde rückblickend fast folgerichtig.
MT Hennig war kein Künstler, der in einen bestehenden Rahmen wirken wollte. Er musste seinen eigenen Rahmen entwickeln und sprengen. Aus der autodidaktischen Kraft entstand ein ein eigenständiges Werk, das sich nicht brav in Stilbegriffe einordnen lässt. MTH entwickelt eine neue eigenständige individuelle Bildsprache. Pop-Art, Psychedelic, Graffiti, Vision, 3D-Effekt, Systemkritik, Spiritualität, Ironie und Pathos laufen ineinander. Er malt nicht „über“ die Welt. Er malt durch sie hindurch.
Mit der 3D-Malerei fand diese Suche ihr eigentliches Medium. Farbe wurde nicht mehr nur aufgetragen, sondern geschichtet, gegossen, überlagert, energetisiert. Die Leinwand wurde durchsichtig, nicht im materiellen, sondern im geistigen Sinn. Man sieht in seine Bilder hinein wie in eine Zauberkugel. Vordergrund, Hintergrund, Erinnerung, Gegenwart, Prophezeiung: alles beginnt durchschaubar zu werden. Das Bild hört auf, Fläche zu sein. Es wird Transmission.
Darum ist der Begriff „violette Transmission“ mehr als ein schöner Titel. Violett ist die Farbe der Schwelle, der Transformation, des Übergangs zwischen Rot und Blau, Körper und Geist, Erde und Kosmos. Transmission meint Durchgang von unsichtbarer Strahlung: Energie, Bewusstsein, Erinnerung, Mythos. Hennigs Malerei überträgt etwas, das sich nicht in gewöhnlicher Sprache sagen lässt. Sie sendet. Sie stört. Sie öffnet. Mit dem Cyanblauen Reiter und später Superfluid Violett Ultra schuf MT Hennig nicht nur Künstlergruppen, sondern Gegenorden zur Erschaffung einer Gegenwelt.
Donald Bodhi, Tamiko Braun, Tilmann Krumrey, der verstorbene Karl Albert, Martin Franke, Klaus Stein, Klaus Meyer-Oetzmann und andere Weggefährten erscheinen in diesem Zusammenhang wie Mitreisende einer modernen Kunstbruderschaft.
Es ging nie nur um Ausstellungen. Es ging um die Rückeroberung der Kunst als Kraftfeld, Befreiung aus der Erstarrung der Epoche, nämlich dem aufoktroyierten und als Einheitswährung geltenden Abstrakten Expressionismus.
Denn MT Hennig ist kein mystischer Künstler im harmlosen Sinn. Sein Mystizismus trägt Lederjacke, Sprühnebel und Systemkritik. Er ist nicht weltflüchtig, sondern weltangreifend. Er will nicht ins Jenseits dekorieren, sondern das Diesseits durchlässig machen, auf höhere Ebenen weiterentwickeln. Gegen das Grau in Grau der Gegenwart setzt er bewusst den Farbrausch. Gegen verwaltetes Bewusstsein setzt er Vision. Gegen Realitätsverarmung setzt er eine neobarocke, leuchtende, rebellische Bildwelt.
So entsteht die eigentliche Story: Ein Kind aus dem verwunschenen Hippiehaus folgt seiner Mission. Es findet seine ersten Idole in Comics, seine erste Rebellion auf der Straße, seine erste Freiheit auf Ibiza, seine erste metaphysische Tiefe in Indien, seine Architektur in Kathedralen, seine Methode in der 3D-Malerei und seine Gemeinschaft in Künstlerorden wie Superfluid Violett Ultra.
Am Ende steht kein angepasster Maler, sondern ein Kartograf des Unsichtbaren.
MT Hennig wurde Künstler, weil ihm die sichtbare Welt nie genügte. Er wurde mystischer Maler, weil er begriff, dass Kunst mehr sein kann: ein Portal, ein Ritual, ein Entstörer in einem gestörtem Feld, eine violette Flamme gegen die geistige Dunkelflaute der Jetzt-Zeit.
Donald Bhodi
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Foto: Bernhard Müller Copyright MTH

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ZEITGENÖSSISCHE MALEREI - KUNSTMALER - MALER - KÜNSTLER - EXPRESSIONist - NEO-REALISMUS MÜNCHEN BERLIN HAMBURG
"Ein Künstler ist ein Wanderer in den Grenzbereichen menschlicher Erfahrungswelten, der eine direkte Verbindung zum Unbewussten hat und dessen künstlerisches Können es ihm ermöglicht, aus seinen inneren Visionen in Form von Bildern, Skulpturen und Design äußere Realitäten zu schaffen.
Mit anderen Worten: ein moderner Aufklärer, der den Finger auf die wunden Stellen unserer Lebensweise legt. Wenn er dies nicht auf klassisch-aufklärerische Art und Weise tat – nämlich mit Hilfe der Logik, der kritischen Vernunft und des rationalen Arguments -, sondern in irrationalen, mystischen Visionen, dann deshalb, weil auch die Bedrohung unserer Welt in ihrem innersten Kern zutiefst irrationale Züge aufweist.
Damit reiht er sich nahtlos ein in die Galerie großer Künstler, denen es nicht möglich scheint, sich mit der öffentlich sanktionierten Konstruktion der Wirklichkeit in einem faulen Kompromiss zu arrangieren – denken wir nur an Poe, Baulelaire, Böcklin, Rimbaud, Wilde, Meyrink, Kubin, Lovecraft, Dali, Fellini, Pasolini und viele andere. Diese Menschen sind es, die in inspirierten Augenblicken jene innere Form des Geistes zu spüren, dem sich unsere kollektiven Vorstellungen nachbilden. Sie fühlen einen unwiderstehchen Schöpfungsimpuls in sich, der sie aus den alltäglichen Empfindungsmustern herausreißt sie in jenes Panorama innerer Bilder versetzt, aus dem heraus sie dank ihrer besonderen Fähigkeiten das schaffen, was wir große Kunst nennen. (Arkon)